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Das Böhmische Glas
Eines der wichtigsten Kapitel der Glasgeschichte wurde in Böhmen
geschrieben, in den Hütten und Veredelungswerkstätten
zwischen Böhmerwald und Riesengebirge.
Mit ihrer Glaskunst, die nie zuvor in der jahrtausendealten Glasgeschichte
einen solch hohen Rang erreichte wie in den Jahren zwischen 1680
und 1950, konnten die böhmischen Länder ihren wohl wesentlichsten
Beitrag zur Entfaltung der neuzeitlichen europäischen Kultur
leisten.
Das Glasmuseum Passau beherbergt die weltweit
größte Sammlung zum Böhmischen Glas. Über 30.000
Exponate geben einen umfassenden Überblick über die verschiedenen
Epochen der böhmischen Glaskunst: vom Barock, Rokoko, Empire,
Biedermeier, Historismus, Jugendstil, Art Deco bis zur Moderne.
Den Schwerpunkt bildet das 19. Jahrhundert bis zum Jugendstil,
die Zeit der Hochblüte der böhmischen Glaskunst. Das Böhmische
Glas, ein Exportartikel, der nur zum Teil in seinen Ursprungsländern
verblieb und im 19. Jahrhundert weltweit exportiert wurde, kehrt
im Glasmuseum Passau wieder in die Nähe seines Ursprungs zurück.
Die große Anzahl von Gläsern ermöglicht detaillierte
Einblicke in die Produktion selbst einzelner Glashütten und
deren Entwicklung von der Entstehung bis zum Niedergang.
Das Glasmuseum Passau wurde 1985 von Neil Armstrong, dem ersten
Menschen auf dem Mond, eröffnet. Museumsgründer ist Georg
Höltl, auch Erfinder der weltbekannten Rollenden Hotels.
Georg Höltl hatte den Gebäudekomplex bestehend aus vier
Altstadthäusern, eines davon das traditionsreiche „Hotel
Wilder Mann“, unter beispielhafter Erhaltung der historischen
Bausubstanz innerhalb von 2 Jahren aufwendig saniert und so einen
imposanten Rahmen für das Böhmische Glas geschaffen.
Das Glasmuseum Passau wurde ausgezeichnet mit dem Adalbert Stifter
Preis und ist eingetragen in das Verzeichnis „National wertvolles
Kulturgut“.
www.glasmuseum.de
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